Mittwoch, 1. November 2017

31-2017: Gemeinschaft hilft gegen Depressionen

Was ist nur los in Deutschland? Der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse wirkt erschreckend. Die Deutschen Ärzte haben im Jahr 2016 so viele Antidepressiva wie im Jahr 2007 verschrieben. Dies sind in etwa 14.100.000 Tagesdosen! Arbeitsstress, Vereinsamung, Sorgen um die Zukunft, die Gründe hierfür können vielfältig sein.

Dabei zeigt eine neue Studie aus den USA eine andere Möglichkeit auf, denn einsame Menschen sterben laut der Untersuchung von Prof. Julianne Holt-Lunstad früher. Dazu stellte sie zwei Zusammenfassungen von Studien mit insgesamt 3,7 Millionen auf. Auch wenn es nicht immer einfach ist am gesellschaftlichen Miteinander teilzunehmen, gibt es in Deutschland jedoch vielfältige Möglichkeiten. Treten Sie einem Verein bei oder treffen Sie sich zum Stammtisch. Zu Beginn erfordert es vielleicht etwas Mut, aber es wird Ihnen guttun, sich mit anderen Menschen zu treffen. Ein neuer gemeinschaftlicher Anker entsteht in Merseburg und wird ein Ort der Generationen.

Wir als Pflegedienst unterstützen diese Entwicklung selbstverständlich, denn eine gute Pflege ist Balsam für die Seele. Um so erfreulicher ist es, dass das Wohnquartier „Teichperle“ in Merseburg begonnen wurde. Der Abriss der Gewerberuinen läuft auf Hochtouren, so dass etwas Neues für die Gesellschaft entstehen kann. Wohnen in Gemeinschaft, über Generationen hinweg.  


Quellen:


Apotheken Umschau 1. Oktober 2017A

Mittwoch, 25. Oktober 2017

30-2017: Beginn Projekt "Teichperle"

Die Abrissgenehmigung für das Areal der Klobikauer Straße ist erteilt. Somit ist der erste Schritt für das neue Quartier "Teichperle" getan. Hierzu die ersten Bilder und eine Broschüre zum stöbern:






Donnerstag, 19. Oktober 2017

29-2017: Bahnfahren steht auf Messers Schneide

Barrierefrei mit der Deutschen Bahn reisen? Dies könnte schon bald der Vergangenheit angehören, so die Pläne des Konzerns. Konkret heißt es, dass die Fahrgäste mit Gehbehinderungen oder schweren Koffern demnächst wieder auf sehr viel mehr fremde Hilfe angewiesen sind. Aber auch Familien mit Kindern also auch mit Kinderwagen hätten extreme Reiseprobleme. Die Deutsche Bahn plant einen großen Schritt in Richtung Vergangenheit, leider.



Zum Sachverhalt: Laut einer Bahnverordnung müssen Bahnsteige eine Höhe von  71cm haben; für ostdeutsche Bahnhöfe wurde vor ein paar Jahren eine Höhe von 55cm in einer Sondervereinbarung mit den Bundesländern festgelegt. Folglich passten Zugbetreiber die ostdeutsche Höhe bei ihren Bahnen an, sodass ein barrierefreier Zugang geschaffen wurde.

Nun rudert die Deutsche Bahn jedoch zurück und beruft sich auf die Eisenbahnbau- und Betriebsordnung, darüber könne man sich nicht einfach hinwegsetzen. Neue Bahnsteige müssen wieder aufgerissen und höher gesetzt werden. Dabei entstehen voraussichtliche Kosten von mindestens 1 Milliarde Euro! Natürlich alles bezahlt vom Steuerzahler.

Man könnte es für ein schlechtes Possenspiel halten, wenn es nicht bittere Realität wäre. Auch zeigt diese Situation, wie wenig Rückgrat die Deutsche Bahn damit beweist. Sicherlich wäre es mit Hilfe der Bundesländer leicht möglich gewesen, die Verordnung entsprechend abzuändern und die Unterstützung der Bundesländer steht dabei außer Frage.

Den Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn kann man daher nur wünschen nie in eine Situation zu kommen, wo sie mit echten Barrieren zu kämpfen haben. Vielleicht wäre so etwas jedoch nicht so übel, denn anschließend könnte daraus eine große Kenntnis für die Zukunft erwachsen. Traurig ist es allemal, dass sich die Deutsche Bahn anscheinend überhaupt nicht für die UN Behindertenrechtskonvention interessiert.

Quelle:


http://www.tagesschau.de/inland/bahnsteigkante-101.html

Dienstag, 10. Oktober 2017

Donnerstag, 21. September 2017

27-2017: Wahlversprechen Pflege - Nachwort

Die Versprechungen der Wahlprogramme klingen wieder einmal fabulös. Mehr Geld, mehr Personal, mehr Akzeptanz und vor allem: Mehr mehr. Alles soll besser werden, bei einigen Parteien findet man dazu ein Konzept, bei anderen eben nicht. Nüchtern betrachtet, gibt es auch in diesem Wahlkampf keine Überraschungen, nur viele Programmschreiber, die sich wahrscheinlich noch nie mit dem Thema Pflege auseinandersetzen mussten. Pflege ist mehr als Windeln wechseln und für eine Aufwertung  des Berufes bedarf es mehr, als nur Geld.

In der Pflege gibt es noch immer massive Probleme mit Diskriminierung. Männer sind nach wie vor in der Ambulanz nicht gern bei Klientinnen gesehen. Pflege ist etwas Intimes. Ältere Damen zieren sich oftmals, von einem Mann angefasst zu werden, Ältere Männer ebenso. Und manch ein Ehepartner sieht es kritisch, wenn ein „fremder“ Mann die eigene Frau berührt und zum Teil auch unbekleidet sieht. Jeder Mensch soll seine persönlichen Wünsche im Bezug auf die Pflege erfüllt bekommen, doch woher soll das Personal dafür kommen?

Ohnehin ist es eine Wunschvorstellung, dass Lohnerhöhung allgemein den Beruf attraktiver macht. Mehr Geld bedeutet gleichzeitig mehr Abgaben. Zudem benötigt eine adäquate Bezahlung mehr Geld von den Kranken- und Pflegekassen. Diese finanzieren sich aus den Sozialabgaben, also den Lohnnebenkosten. Schütten die Kassen mehr Geld aus, können die Pflegeeinrichtungen mehr auszahlen. Dies kostet den Kassen allerdings wiederrum nicht gerade wenig. Um es zu finanzieren steigen zwangsläufig die Lohnnebenkosten aller. Im Endeffekt gibt es wieder weniger netto vom brutto. Wir sind selbstverständlich für eine bessere Bezahlung, wir möchten eben nur auf die Folgen dessen aufmerksam machen.

Eine individuelle Pflege erfordert viel Zeit und demzufolge Personal. Eine rund-um-die-Uhr Versorgung ist ambulant kaum möglich. Was die Politik gerne vergisst, Pflegekräfte sind auch nur Menschen, die Zeit für sich und ihre Familie benötigen. Es ist einfach unrealistisch alle Versprechungen abzugeben, ohne wirklich zu wissen, wie die Pflegebranche funktioniert. Die Politik suggeriert Möglichkeiten, die in unserer Wirtschaft nur gegen Bares meist reibungslos funktionieren können oder anders gesagt, mit den Versprechungen geben sie gleichzeitig die Verantwortung ab und schaden damit einer ganzen Branche. Wissen Sie, liebe Leser, was eine Nachtrufbereitschaft wirklich bedeutet? Dazu verfassten wir erst einen eigenen Beitrag. Hier der Link dazu:



Abseits von den Hauptproblematiken sind weitere große Themen die Quartiersversorgung und eine barrierefreie Umgebung. Sollten Sie einmal das Vergnügen haben und das Wort „barrierefrei“ lesen, hinterfragen Sie ganz genau, ob es sich dabei vielleicht nicht nur um „barrierefrei (laut Gesetz) handelt. Denn laut Gesetz bedeutet dies mindestens 2 cm Schwellen.


Unabhängig des Bundeswahlkampfes haben wir auf lokaler Ebene schon viel erlebt. Jeder Mensch mit Parteizugehörigkeit, unterscheidet sich von seinem Parteikollegen, falls es also in Ort A jemanden gibt, der sich partout querstellt, gibt es vielleicht im Nachbarort B jemanden der gleichen Partei, der die Meinung und Sichtweise teilt. Wir wollten Ihnen mit unserer kleinen Serie nur die Ansichten der Bundesparteien wiedergeben, doch letztendlich entscheiden Sie als Wähler, wer das Ruder für die nächste vier Jahre in die Hand nehmen soll.

Sonntag, 17. September 2017

26-2017: Wahlversprechen Pflege - AfD

Die Bundestagswahl steht vor der Tür und alle Parteien geben wieder ihre Versprechen ab. Ob daraus allerdings nur Versprecher werden, wird sich erst in der nächsten Legislaturperiode zeigen. Für den Bereich der Pflege möchten wir Ihnen wieder einmal einen kurzen Einblick in die Programme der Parteien geben. Allerdings mit einer Einschränkung, wir betrachten „nur“ den Teil der Pflege.

Pflegeinhalte zu den anderen Parteien:



AfD – Programm für die Wahl zum Deutschen Bundestag am 24. September 2017

Kurz & bündig:

1. Erhöhung von Akzeptanz und Attraktivität des Pflegeberufs

Was ist davon zu halten?

1. Nein liebe Leser, Sie sehen richtig. Mehr Punkte gab es nicht. Wir haben diesen Punkt auch nur reingenommen, weil er sich auch bei anderen Parteien finden lässt. Generell wird sich bei dem Thema Pflegeberuf auf die Krankenhäuser bezogen, von Altenpflege keine Spur... Alternative Wohnformen im Alter? Stärkung ambulanter Versorgung älterer Menschen? Nichts. Auch wenn das Thema Asyl, Nationalstolz, deutsche Identität und weniger Europa eure Kernthemen sind, warum lesen wir nichts zur Altenpflege? Attraktivität und Akzeptanz schafft man nicht nur mit dem Ausschütten von Geld.



Quelle:


https://www.afd.de/wp-content/uploads/sites/111/2017/06/2017-06-01_AfD-Bundestagswahlprogramm_Onlinefassung.pdf