Mittwoch, 29. November 2017

33-2017: Pflege als Belastung - Teil II

Gute Pflege wird nicht einfach durch viel Geld gewährleistet. Doch genau das scheint das Hauptproblem zu sein. Vor allem im Wahlkampfjahr. Blicken wir aber einmal über den Tellerrand um die Probleme Schritt für Schritt angehen zu können.

Personalnot(stand)

Der Personalnotstand ist differenziert. Es beginnt bereits bei der Ausbildung. Jahrzehntelang unterschied man zwischen der Kinder-, Kranken- und Altenpflege, die jeweils nicht ohne weiteres im anderen Beruf arbeiten konnten. Jetzt haben wir die generalisierte Ausbildung, welche leider nur halbherzig umgesetzt wurde und aus allen dreien einen Wust macht. Stimmen wurden bereits laut, wonach alle drei Berufe getrennt voneinander weiterhin bleiben sollen. Dies ist definitiv der falsche Weg. Die Grundausbildung muss generalisiert und vergleichbar sein. Natürlich hat jede Altersgruppe ihre spezielle Anforderungen, aber auch dafür gibt es die Möglichkeit der Spezialisierung.

Die Spezialisierung funktioniert immerhin in anderen Berufsgruppen und dies seit vielen Jahren. Betrachten wir einmal den kaufmännischen Sektor als Beispiel. Als Grundausbildung haben wir:

·      Kaufleute für Bürokommunikation
·      Industriekaufleute
·      Bankkaufleute
·      Rechtsanwaltsfachangestellte
·      Steuerfachangestellte

Alle diese Berufsgruppen stellen an ihre Ausbildung unterschiedliche Anforderungen. Einige Bereiche wie Wirtschafts- und Sozialkunde sowie Rechnungswesen sind allen eigen. Dennoch bieten sich hier viele Möglichkeiten. Spezialisierungen wären u.a.:

·      Steuerfachwirt bis zum Steuerberater
·      Bilanzbuchhalter
·      Controller

Es ist also möglich selbst ohne Studium z.B. bis zum Steuerberater aufzusteigen. Eben über Weiterbildung und Spezialisierung.

Deshalb sollte vielleicht die Ausbildung im Pflegebereich umgestellt werden. Ob die beschlossene Reform genügt, bleibt zu bezweifeln. Eine generalisierte Ausbildung MUSS dazu dienen, dass die Pflegefachkräfte in allen drei bisherigen Berufen arbeiten dürfen. Weiterbildung und Spezialisierung könnten anschließend im Unternehmen erfolgen.

Quellen:


http://www.apotheken-umschau.de/Politik/Wahl-2017-Zukunft-der-Pflege-539817.html


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